By: NewMediaWire
August 6, 2026
RHON-KLINIKUM AG Setzt Stabilen Trend in der Ersten Hälfte von 2026 Fort
- Gezielte Investitionen der Gruppe in den Ausbau regionaler Gesundheitsnetzwerke
- Die Zahl der behandelten Patienten stieg um 9 Prozent, der Umsatz betrug 863,6 Millionen Euro.
- Bevorstehende Reformen prägen die weitere strategische Ausrichtung und Investitionsfähigkeit
BAD NEUSTADT, DEUTSCHLAND – 6. August 2026 (NEWMEDIAWIRE) – Die RHON-KLINIKUM AG berichtet für das erste Halbjahr 2026 eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung. Der Konzernumsatz von 863,6 Millionen Euro lag leicht über dem Vorjahresniveau (H1 2025: 833,5 Millionen Euro), das EBITDA betrug 57,0 Millionen Euro (H1 2025: 46,7 Millionen Euro). Der Konzerngewinn belief sich auf 22,5 Millionen Euro (H1 2025: 14,7 Millionen Euro).
Das Ergebnis war maßgeblich von den bis November 2026 gebildeten sofortigen Transformationskosten geprägt, um die höheren Personal- und Sachkosten der Vorjahre auszugleichen. Von Januar bis Juni wurden insgesamt 513.700 Patienten in den Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren der Gruppe ambulant und stationär behandelt – ein Anstieg von 9 % (H1 2025: 471.295).
Die Standorte entwickeln sich kontinuierlich weiter, um die regionale Gesundheitsversorgung auszubauen und zu verbessern. Neben den großen Investitionen in modernste Medizintechnik, die für 2026 an allen Standorten geplant sind, werden die medizinischen und therapeutischen Versorgungsangebote weiter ausgebaut und regionale Kooperationsnetzwerke etabliert.
In Hessen bündeln beispielsweise das Universitätsklinikum Marburg und die Lungenfachklinik Immenhausen ihre Kompetenzen. Ziel dieser strategischen Partnerschaft ist es, die Versorgung von Lungenpatienten durch eine Zusammenarbeit wirksam zu fördern. Parallel zu diesen Entwicklungen wächst das Versorgungsnetzwerk in Brandenburg. Mit dem neu eröffneten Kinderschutz-Notdienst am Standort Frankfurt (Oder) der RHON-KLINIKUM wurde ein starkes regionales Netzwerk geschaffen. Die neu unterzeichneten Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Krankenhaus, der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree gewährleisten eine enge, institutionsübergreifende Zusammenarbeit, um schnelle und wirksame Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche nahtlos zu koordinieren.
Dr. Gunther K. Weiß, Mitglied des Vorstands der RHON-KLINIKUM AG: „Regionale Netzwerke sind ein vitaler und wesentlicher Bestandteil jedes zukünftigen Gesundheitssystems. Starre sektorale Grenzen erschweren es, den Patienten die benötigte Versorgung zukommen zu lassen und belasten unser Gesundheitssystem mit unnötigen Kosten. Nur wenn Allgemeinmediziner, Fachärzte, medizinische Einrichtungen, Pflegekräfte und Therapeuten als Team zusammenarbeiten, können wir unsere Ressourcen effizient bündeln. Angesichts des wachsenden Drucks ist eine solche Zusammenarbeit über Anbieter hinweg der einzige Weg, um eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten, insbesondere in ländlichen Gebieten, zu gewährleisten.“
Dr. Stefan Stranz, Mitglied des Vorstands der RHON-KLINIKUM AG: „Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz belastet Krankenhäuser weiter. Statt Bürokratie abzubauen und den Fokus wieder auf die Patientenversorgung zu legen, werden ohnehin überlastete Krankenhäuser mit noch mehr Dokumentationspflichten, übermäßigen Budgetkürzungen und finanziellen Risiken belastet.“
Ausblick 2026
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro innerhalb einer Bandbreite von plus/minus 5 %. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwarten wir ein Niveau zwischen 110 Millionen und 125 Millionen Euro. Neben finanziellen Leistungsindikatoren berücksichtigen wir auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Fallzahl und Bewertungsrelationen bei der Steuerung des Unternehmens und erwarten hier eine moderate Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Das Geschäftsjahr wird maßgeblich vom laufenden Gesetzgebungsverfahren und den damit verbundenen erheblichen Unsicherheiten beeinflusst. Insbesondere das am 15. April 2026 in Kraft getretene Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) und das vom Deutschen Bundestag am 10. Juli 2026 verabschiedete GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) zielen darauf ab, die Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen weiter zu verbessern, setzen die Krankenhäuser aber gleichzeitig kurzfristig unter größeren finanziellen Druck.
Die Prognose des Unternehmens ist daher mit besonderen Unsicherheiten behaftet. Es ist derzeit noch nicht zuverlässig abzuschätzen, welche Gesamtauswirkungen die anhaltenden regulatorischen Eingriffe, die Umsetzung der Krankenhausreform sowie weitere mögliche Anpassungen des Gesetzgebers haben werden. Hinzu kommen die anhaltenden globalen Krisen und negativen wirtschaftlichen Auswirkungen, die unter anderem zu höheren Preisen, Lieferengpässen und allgemeiner Marktvolatilität führen.
Dieser Zwischenbericht – Bericht über das erste Halbjahr 2026 – ist im Internet veröffentlicht.
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RHON-KLINIKUM AG ist einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland, mit fünf hochspezialisierten Einrichtungen der Maximal- und Schwerpunktversorgung: Campus Bad Neustadt, Zentralklinik Bad Berka, Klinikum Frankfurt (Oder) sowie die Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM). Als modernes, vielfältiges und zukunftsorientiertes Unternehmen ist die RHON-KLINIKUM AG sowohl als Ausbildungsstätte als auch als Arbeitgeber attraktiv. Mit über 19.100 Mitarbeitern bietet die Gruppe eine hervorragende medizinische Versorgung mit direkter Anbindung an Forschung und Lehre. Jährlich behandeln wir insgesamt 938.000 Patienten in unseren Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren (MVZs) ambulant und stationär. Die RHON-KLINIKUM AG ist ein Unternehmen der ASKLEPIOS-Gruppe. www.rhoen-klinikum-ag.com
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